Konsolidierung

Überblick

Mit der Konsolidierungsfunktionalität in SWOT können mehrere Gesellschaften zu einem Konzernabschluss zusammengeführt werden.

Der Fokus liegt aktuell auf der Konsolidierung nach HGB auf Basis von Ist-Daten. Die Konsolidierung erfolgt regelbasiert und baut direkt auf den Daten der Einzelgesellschaften auf.

Unterstützt werden insbesondere:

  • Ertrags- und Aufwandskonsolidierung (E&A)

  • Schuldenkonsolidierung (SchuKo)

  • Kapitalkonsolidierung (KapKo)

  • Ausweis von Minderheitenanteilen (NCI)

  • Behandlung von Goodwill / Badwill inkl. Abschreibung

Die Konsolidierung ist dabei iterativ angelegt: Daten können jederzeit neu eingelesen und die Konsolidierung erneut ausgeführt werden.


Datenbasis und Ausblick

Aktuell erfolgt die Konsolidierung primär auf Basis von Ist-Daten aus der Finanzbuchhaltung.

Das bedeutet:

  • Konsolidiert werden die gebuchten Werte der Gesellschaften

  • Konsolidierungsläufe können jederzeit wiederholt werden

  • Anpassungen in den Quelldaten wirken sich direkt auf den nächsten Lauf aus

Ausblick:

Zukünftig wird die Konsolidierung erweitert um:

  • Plan-Konsolidierung

  • Vorschau-/Forecast-Konsolidierung

  • Intercompany-Abstimmungsfunktionen

  • weitergehende Automatisierung der Konsolidierungslogiken

    • automatische Goodwill-Abschreibung

    • verbesserte IC-Zuordnung und -Eliminierung

    • Unterstützung bei Differenzenanalyse


Unternehmensstruktur (zentrale Voraussetzung)

Unter:

→ Einstellungen → Unternehmensstruktur

müssen drei separate Strukturen angelegt werden:

  • E&A-Struktur (Erträge / Aufwendungen)

  • SchuKo-Struktur (Schulden)

  • KapKo-Struktur (Kapital)

Diese dienen jeweils als ausführende Struktur für die entsprechende Konsolidierungsart.


Konsolidierungskreis

Unter:

→ Einstellungen → Konsolidierungskreis

werden die Beteiligungsverhältnisse definiert:

  • Beteiligungsquoten

  • Zuordnung von Mutter- und Tochtergesellschaften

Grundlogik (HGB):

  • > 50 % / beherrschender Einfluss → Vollkonsolidierung

  • 20–50 % → At-Equity

  • < 20 % → keine Konsolidierung

Nicht beherrschte Anteile werden als Minderheitenanteile (NCI) ausgewiesen.


Technischer Ablauf

Beim Start der Konsolidierung:

  • werden Ist-Daten eingelesen

  • Buchungskreise je Konsolidierungsart erzeugt

  • Konten und Strukturen automatisch zugeordnet

  • Konsolidierungsbuchungen generiert

→ Ausführung über Start - Konsolidierung

Alle Buchungen sind per Drill-Down nachvollziehbar.


Konsolidierungsarten

Ertrags- und Aufwandskonsolidierung (E&A)

Ziel

Eliminierung konzerninterner Umsätze und Aufwendungen, sodass im Konzern nur externe Geschäftsvorfälle verbleiben.


Einrichtung

In den GuV-Zeilen:

  • je relevanter Position: → Konsolidierungsart Aufwand/Ertrag setzen


Logik

  • Intercompany-Umsätze werden identifiziert

  • entsprechende Aufwendungen werden gegenübergestellt

  • beide werden gegeneinander eliminiert

Das Ergebnis ist eine bereinigte GuV ohne konzerninterne Effekte.


Schuldenkonsolidierung (SchuKo)

Ziel

Eliminierung konzerninterner Forderungen und Verbindlichkeiten.


Einrichtung

Unter:

Einstellungen → Bilanz

werden relevante Zeilen definiert:

  • Verbundene Forderungen → Typ Schulden

  • Verbundene Verbindlichkeiten → Typ Schulden


Logik

  • Forderung und Verbindlichkeit zwischen zwei Gesellschaften werden gegeneinander verrechnet

  • Ziel ist eine vollständige Eliminierung der konzerninternen Salden

In der Praxis:

  • Idealfall: Beträge stimmen exakt überein

  • Realität: häufig Differenzen


Kapitalkonsolidierung (KapKo)

Ziel

Verrechnung von Beteiligungen mit dem Eigenkapital der Tochtergesellschaften.


Einrichtung

Aktivseite:

  • Zeile Goodwill

    • Planungsart: Goodwill / Badwill

  • Beteiligungen und Ausleihungen

    • Konsolidierungsart: Kapital

Passivseite:

  • Zeile (z. B. „Badwill“)

    • Planungsart: Goodwill / Badwill

Eigenkapital:

  • Zeile für Minderheitenanteile (NCI)

  • Eigenkapital der Tochter:

    • separat darstellen

    • Konsolidierungsart: Kapital


Logik

  • Beteiligung der Mutter wird gegen Eigenkapital der Tochter verrechnet

  • Differenz ergibt:

    • Goodwill oder Badwill

  • Minderheitenanteile werden separat ausgewiesen


Goodwill (GoF)

Goodwill entsteht, wenn:

→ Kaufpreis > anteiliges Eigenkapital

  • Aktivierung auf Konzernebene

  • separate Behandlung außerhalb der normalen Abschreibungslogik


Erweiterung / Automatisierung

Die Kapitalkonsolidierung wird erweitert um:

  • automatische Abschreibung des Goodwill (GoF)

    • über definierte Laufzeit (z. B. 60 Monate)

    • periodengerechte Verteilung

  • konsistente Fortschreibung über alle Perioden

  • reduzierte manuelle Buchungen


Intercompany-Logik (übergreifend)

Alle Konsolidierungsarten basieren auf der Identifikation von Intercompany-Sachverhalten.

Möglichkeiten:

  • separate IC-Konten

  • Kennzeichnung auf Buchungsebene

  • Ableitung über Geschäftspartner

Je sauberer diese Struktur, desto höher der Automatisierungsgrad.


Nachvollziehbarkeit und Analyse

  • Drill-Down auf alle Konsolidierungsbuchungen

  • Auswertung je Konsolidierungsart


Aktueller Funktionsumfang / Ausbau

Aktuell

  • Ist-Konsolidierung

  • wiederholbare Konsolidierungsläufe

  • E&A und Schuldenkonsolidierung

  • grundlegende Kapitalkonsolidierung

Im Ausbau

  • automatische Goodwill-Abschreibung

  • Plan- und Vorschaukonsolidierung

  • Intercompany-Abstimmung

  • stärkere Automatisierung aller Konsolidierungsarten

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