In-Place-Edit
Die Funktion In-Place-Edit ermöglicht die direkte Bearbeitung von Messwerten innerhalb der Cube-Ansicht. Werte können auf jeder Hierarchieebene unmittelbar in der Pivot-Tabelle angepasst werden – ohne Wechsel in eine separate Eingabemaske.
1. Funktionsweise
Mit aktiviertem In-Place-Edit lassen sich gruppierte Werte auf jeder Hierarchie-Ebene der Pivot-Tabelle editieren – mit Ausnahme der Gesamtzeile und Gesamtspalte.
Wird ein Wert geändert, erfolgt automatisch:
eine Top-Down-Verteilung auf die darunterliegenden Hierarchie-Ebenen
eine Neuberechnung aller abhängigen Formel-Messwerte (z. B. Summen, Mittelwerte, benutzerdefinierte Formeln)

Die Neuberechnung erfolgt sofort je Datensatz für den betroffenen Pivot-Knoten und alle untergeordneten Hierarchien.
Damit ist jederzeit sichergestellt, dass die angezeigten Werte konsistent und korrekt aggregiert sind.
2. Abgrenzung zur Top-Down-Planung
Im Unterschied zur Top-Down-Planung:
werden beim In-Place-Edit keine neuen Pivot-Knoten erstellt,
sondern ausschließlich bestehende Daten auf jeder Hierarchieebene editiert.
Für folgende Anwendungsfälle verwenden Sie weiterhin die Funktion Top-Down-Planung:
Kopieren von Daten zwischen Perioden
Kopieren zwischen Wertebereichen (z. B. Plan1, Plan2)
Erstellen neuer Pivot-Knoten
Bearbeitung von Gesamtzeile oder Gesamtspalte

Wichtig: Beim In-Place-Edit ist keine Bestätigung über den „Speichen“-Button erforderlich. Die Eingabe wird direkt übernommen und automatisch verteilt.
3. Voraussetzungen
Damit In-Place-Edit genutzt werden kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
Ansichtsmodus „Planung“ ist aktiviert
Drill-Down-Details sind aktiviert

Die Funktion In-Place-Edit ist – analog zu Drill-Down-Details – optional und kann jederzeit ein- oder ausgeschaltet werden.
Wenn keine Eingabe auf gruppierter Summenebene gewünscht ist, kann In-Place-Edit über denselben Button deaktiviert werden.
4. Verhalten bei Drill-Down-Begrenzung
Ist während der Eingabe die Einstellung Max. Anzahl Datensätze unter Drill-Down-Details (z. B. Top 1000) aktiviert, wird diese automatisch deaktiviert.
Dies verhindert die Entstehung sogenannter „Halbwerte“, die entstehen könnten, wenn nur ein Teil der Detaildatensätze zum gewählten Pivot-Knoten sichtbar und damit in die Verteilung einbezogen wäre.
5. Kennzeichnung der erzeugten Datensätze
Datensätze, die per In-Place-Edit erzeugt wurden, erhalten einen speziellen Datensatztyp.
Dadurch können sie unter Drill-Down-Details eindeutig von einzeln geplanten oder per ETL importierten Datensätzen unterschieden werden. Diese Kennzeichnung sorgt für Transparenz und Nachvollziehbarkeit innerhalb der Planung.

6. Zusammenfassung der Vorteile
Direkte Bearbeitung in der Pivot-Ansicht
Sofortige Top-Down-Verteilung
Automatische Neuberechnung aller Formeln
Kein zusätzlicher Bestätigungsschritt mit Speichern erforderlich
Klare Kennzeichnung verteilter Datensätze
Die Funktion In-Place-Edit eignet sich besonders für schnelle, intuitive Planungsanpassungen innerhalb bestehender Hierarchiestrukturen.
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