In-Place-Edit

Die Funktion In-Place-Edit ermöglicht die direkte Bearbeitung von Messwerten innerhalb der Cube-Ansicht. Werte können auf jeder Hierarchieebene unmittelbar in der Pivot-Tabelle angepasst werden – ohne Wechsel in eine separate Eingabemaske.


1. Funktionsweise

Mit aktiviertem In-Place-Edit lassen sich gruppierte Werte auf jeder Hierarchie-Ebene der Pivot-Tabelle editieren – mit Ausnahme der Gesamtzeile und Gesamtspalte.

Wird ein Wert geändert, erfolgt automatisch:

  • eine Top-Down-Verteilung auf die darunterliegenden Hierarchie-Ebenen

  • eine Neuberechnung aller abhängigen Formel-Messwerte (z. B. Summen, Mittelwerte, benutzerdefinierte Formeln)

Abbildung 51.1 In-Place-Edit: unveränderte Daten vor Eingabe

Die Neuberechnung erfolgt sofort je Datensatz für den betroffenen Pivot-Knoten und alle untergeordneten Hierarchien.

Damit ist jederzeit sichergestellt, dass die angezeigten Werte konsistent und korrekt aggregiert sind.


2. Abgrenzung zur Top-Down-Planung

Im Unterschied zur Top-Down-Planung:

  • werden beim In-Place-Edit keine neuen Pivot-Knoten erstellt,

  • sondern ausschließlich bestehende Daten auf jeder Hierarchieebene editiert.

Für folgende Anwendungsfälle verwenden Sie weiterhin die Funktion Top-Down-Planung:

  • Kopieren von Daten zwischen Perioden

  • Kopieren zwischen Wertebereichen (z. B. Plan1, Plan2)

  • Erstellen neuer Pivot-Knoten

  • Bearbeitung von Gesamtzeile oder Gesamtspalte

Abbildung 51.2 In-Place-Edit: veränderte Daten nach Eingabe

Wichtig: Beim In-Place-Edit ist keine Bestätigung über den „Speichen“-Button erforderlich. Die Eingabe wird direkt übernommen und automatisch verteilt.


3. Voraussetzungen

Damit In-Place-Edit genutzt werden kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  1. Ansichtsmodus „Planung“ ist aktiviert

  2. Drill-Down-Details sind aktiviert

Abbildung 52 Voraussetzungen für In-Place-Edit

Die Funktion In-Place-Edit ist – analog zu Drill-Down-Details – optional und kann jederzeit ein- oder ausgeschaltet werden.

Wenn keine Eingabe auf gruppierter Summenebene gewünscht ist, kann In-Place-Edit über denselben Button deaktiviert werden.


4. Verhalten bei Drill-Down-Begrenzung

Ist während der Eingabe die Einstellung Max. Anzahl Datensätze unter Drill-Down-Details (z. B. Top 1000) aktiviert, wird diese automatisch deaktiviert.

Dies verhindert die Entstehung sogenannter „Halbwerte“, die entstehen könnten, wenn nur ein Teil der Detaildatensätze zum gewählten Pivot-Knoten sichtbar und damit in die Verteilung einbezogen wäre.


5. Kennzeichnung der erzeugten Datensätze

Datensätze, die per In-Place-Edit erzeugt wurden, erhalten einen speziellen Datensatztyp.

Dadurch können sie unter Drill-Down-Details eindeutig von einzeln geplanten oder per ETL importierten Datensätzen unterschieden werden. Diese Kennzeichnung sorgt für Transparenz und Nachvollziehbarkeit innerhalb der Planung.

Abbildung 53 In-Place-Edit: Kennzeichnung der Datensätze

6. Zusammenfassung der Vorteile

  • Direkte Bearbeitung in der Pivot-Ansicht

  • Sofortige Top-Down-Verteilung

  • Automatische Neuberechnung aller Formeln

  • Kein zusätzlicher Bestätigungsschritt mit Speichern erforderlich

  • Klare Kennzeichnung verteilter Datensätze

Die Funktion In-Place-Edit eignet sich besonders für schnelle, intuitive Planungsanpassungen innerhalb bestehender Hierarchiestrukturen.

Zuletzt aktualisiert

War das hilfreich?