SWOT ETL

Die Abkürzung ETL steht für:
Extract (Extraktion)
Transform (Transformation)
Load (Laden)
Der ETL-Prozess beginnt mit der Extraktion der relevanten Daten aus verschiedenen Quellen. Anschließend erfolgt eine Transformation der Daten in das Schema und Format der Zieldatenbank. Abschließend werden die Daten in die Zieldatenbank geladen.
Ziel eines ETL-Prozesses ist es, Daten aus unterschiedlichen Systemen zu integrieren, aufzubereiten und für Analyse-, Reporting- oder Planungszwecke bereitzustellen. In SWOT erfolgt dies typischerweise mit Microsoft SQL Server als technischer Grundlage für das SWOT Data Warehouse.
Es geht hierbei darum, beliebige Daten zunächst in eine Staging-Datenbank zu überführen (Extraktion), um sie für die weitere Verarbeitung und Transformation vorzubereiten. Diese Staging-Daten können unabhängig von den Quelldaten frei modifiziert, bereinigt und strukturiert werden.
In der Transformationsphase werden die Daten beispielsweise:
bereinigt und validiert
in einheitliche Datenformate gebracht
zusammengeführt oder aufgesplittet
mit zusätzlichen Berechnungen oder Zuordnungen angereichert
Nach der Transformation werden die Daten schließlich in das Zielsystem geladen. In SWOT geschieht dies in die entsprechenden Empfängertabellen des SWOT Data Warehouses. Je nach Anwendungsfall können unterschiedliche Aktualisierungsmodi verwendet werden, beispielsweise:
vollständiges Neuladen von Daten
inkrementelle Aktualisierung
Aktualisierung einzelner Datensätze
Das Ziel ist eine konsistente, zentral verfügbare Datenbasis für Analyse- und Planungsmodule wie SWOT Cube oder SWOT Personal.
Datenquellen im SWOT ETL
Die Quellen für das ETL-Modul umfassen verschiedene Formate von Dateien, Datenbanken und Verbindungsarten:

Typische unterstützte Datenquellen sind:
OLE DB – Verbindung zu Datenbanken über OLE DB Provider
ODBC – universelle Datenbankverbindung über ODBC-Treiber
Datei als Pfad – Einlesen von Dateien aus lokalen oder Netzlaufwerken
Datei als URL (Text) – Einlesen von Textdateien über eine URL
Datei als URL (Excel) – Einlesen von Excel-Dateien über eine URL
Eigener Mandant – Zugriff auf Daten innerhalb desselben SWOT-Mandanten
Eigene ETL-Datenbank – Zugriff auf bereits vorhandene ETL-Staging-Datenbanken
Web API – Integration externer Systeme über REST- oder HTTP-Schnittstellen
Skript – PowerShell – Erweiterte Integrationen und automatisierte Datenabfragen über PowerShell-Skripte
Durch diese flexible Architektur lassen sich Daten aus ERP-Systemen, Datenbanken, Excel-Dateien, Webdiensten oder individuellen Schnittstellen integrieren.
Zielsystem: SWOT Data Warehouse
Das Ziel für das ETL-Modul ist das SWOT Data Warehouse, welches vorkonfigurierte Strukturen für Stamm- und Bewegungsdaten bereitstellt. Besonders relevant ist dies für die Module:
SWOT Cube – Planung und mehrdimensionalen Analyse von Unternehmensdaten
SWOT Personal – multivariante Personalplanung und Analyse von Personalkosten
Die ETL-Prozesse sorgen dafür, dass Daten aus unterschiedlichen Quellen in ein einheitliches Datenmodell überführt werden, sodass sie konsistent verarbeitet und ausgewertet werden können.
ETL-Jobs und Projektstruktur
Eine Kombination aus Extrakt-, Transform- und Lade-Aktivitäten bildet einen ETL-Job. Ein ETL-Job kann dabei auch Teil eines anderen ETL-Jobs sein, wodurch komplexe Datenverarbeitungsschritte modular aufgebaut werden können.
Alle ETL-Aktivitäten und Jobs werden in ETL-Projekten organisiert.
ETL-Projekte bieten folgende Vorteile:
Strukturierung komplexer Datenintegrationsprozesse
Wiederverwendbarkeit von ETL-Logik
Austausch zwischen Mandanten oder Szenarien
einfache Wartung und Erweiterbarkeit
ETL-Projekte können über Export- und Import-Funktionen zwischen Mandanten bzw. Szenarien mit ähnlichen Geschäftsprozessen ausgetauscht werden. Dadurch lassen sich komplexe Vorgänge zum Einlesen, Transformieren und Laden ähnlicher Daten mit minimaler Anpassung wiederverwenden.
Integration in den SWOT Job Editor
ETL-Projekte aus dem SWOT ETL können im SWOT Job Editor als Teil eines übergeordneten Master-Jobs verwendet werden. Dadurch lassen sich Datenprozesse automatisieren und regelmäßig ausführen, beispielsweise über die Windows-Aufgabenplanung.

Im Job Editor stehen verschiedene Aufgabentypen zur Verfügung, beispielsweise:
Belege einlesen
Offene Posten einlesen
Werte berechnen
Belege löschen
ETL-Job ausführen
SSRS-Berichte bereitstellen
Personalwerte berechnen
Mandanten exportieren
Benutzer entsperren
1-Klick-Wartung
SWOT Datenbank sichern
Export SWOT zu QVANTUM
Prozess beenden
Diese Job-Arten können in bestimmter Reihenfolge und zeitgesteuert ausgeführt werden. Dadurch lassen sich Daten innerhalb eines Mandanten oder auch zwischen verschiedenen Szenarien automatisiert verwalten und aktualisieren.
Typische Einsatzszenarien sind beispielsweise:
tägliches Laden von Verkaufs- oder Buchhaltungsdaten
regelmäßige Aktualisierung von Reporting-Daten
automatisierte Berechnung von Kennzahlen
periodische Datensicherung und Wartung
Damit bildet das SWOT ETL-Modul die zentrale Infrastruktur für eine automatisierte, konsistente und skalierbare Datenintegration innerhalb der SWOT-Software.
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